Führt die Grundsteuerreform zu einer Steigerung der Grundsteuer z.B. um das 10-fache  ?

Es gibt Stimmen, dass mit der Grundsteuerreform nach dem Kostenwertmodell eine 10-fache Steigerung der Grundsteuer zu erwarten ist. Wir müssen zunächst feststellen, dass im Wesentlichen Wertverzerrungen zwischen den Grundstücksarten im Laufe der Jahrzehnte für die Grundsteuerreform ursächlich sind. Das Niveau der Verkehrswerte von Einfamilienhäusern haben sich zwischen 1964 und heute anders entwickelt

als Verkehrswertniveau von Mietwohnungen, unbebauten Grundstücken oder Geschäftsgrundstücken. Auch war die Wertentwicklung in den verschieden Bundesländern der BRD unterschiedlich. Das Ruhrgebiet weist zum Beispiel nicht dieselbe Wertentwicklung auf, wie Hamburg oder München.

Dazu trägt die unzureichende Berücksichtigung des Gebäudealters dazu bei, dass die Grundsteuer nicht gleichheitsgerecht erhoben werden kann.

Wie funktioniert die künftige Grundsteuererhebung nach der Reform?

Bei der Stufe 1 wird die Bemessungsgrundlage, der Grundsteuerwert nach den Wertverhältnissen zum 01.01.2022 berechnet. Stufe 2 erstellt das Finanzamt einen Grundsteuermessbeitragsbescheid. In der 3.Stufe multipliziert  die zuständige Kommune mit den neu ermittelten Hebesätzen und erlässt einen Grundsteuerbescheid.

Durch dieses 3-stufige Verfahren ist eine erheblich Steigerung möglich, aber sehr unwahrscheinlich.

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